06.05.2019 | News-Bericht

Arbeiter wird von Metallplatte erfasst

  • Der schwer verletzte Arbeiter wird in den Hubschrauber eingeladen.
    Der schwer verletzte Arbeiter wird in den Hubschrauber eingeladen.
  • Nach kurzem Flug an Bord von Christoph Dortmund erfolgt die Übergabe an die Klinik.
    Nach kurzem Flug an Bord von Christoph Dortmund erfolgt die Übergabe an die Klinik.

Es ist Mittagszeit, als Christoph Dortmund vor wenigen Tagen von der Leitstelle Unna zu einem Einsatz in Haltern am See alarmiert wird. In einem Stahlbau-Betrieb ist es zu einem schlimmen Unfall gekommen: Ein Arbeiter ist von einer fünf Tonnen schweren Metallplatte erfasst und unter dieser eingeklemmt worden. Kurz nachdem ihre Rufmeldeempfänger geschrillt haben, heben Pilot Ulrich Weigang, Hubschraubernotarzt Andreas Borgmann und Notfallsanitäter Michael Achenbach von der Dortmunder Luftrettungsstation ab. Wenige Minuten später erreicht die Besatzung schon das Firmengelände in Haltern. Der Rettungsdienst, die Feuerwehr und ein bodengebundener Notarzt sind anwesend, die Wehrkräfte haben den Verunglückten bereits befreien können.

Umgehend untersuchen Andreas Borgmann und Michael Achenbach den Arbeiter. Die umgestürzte Metallplatte hat lebensbedrohliche Verletzungen bei dem Mann verursacht. „Sein Becken ist völlig zertrümmert worden“, berichtet Ulrich Weigang. Ebenso werden schwerste Weichteilverletzungen diagnostiziert. „Noch vor Ort wurde eine Narkose durch unseren Notarzt eingeleitet“, fährt der Pilot fort. Rasch stabilisiert das medizinische Team der DRF Luftrettung den Kreislauf des Unfallopfers. Um Folgeschäden oder gar eine Verschlimmerung der bestehenden Verletzungen zu vermeiden, tragen die Luftretter den Patienten behutsam auf einem „Spine-Board“, auf dem der Körper des Mannes mit Gurten sanft immobilisiert wird, zur rot-weißen BK 117.

Zügig wird der Halterner in den Rettungshubschrauber eingeladen. Schnell und schonend fliegt die Crew der DRF Luftrettung den verunglückten Stahlarbeiter ins Städtische Klinikum Dortmund Nord. Dort übergibt Andreas Borgmann den Patienten den weiterbehandelnden Ärzten, ehe Christoph Dortmund, der überall in Nordrhein-Westfalen zur Stelle ist, wenn jemand in eine medizinische Notlage gerät, bereits zum nächsten Einsatz gerufen wird.