02.11.2020 | News-Bericht

DRF Luftrettung in Stuttgart - Musterwechsel bei „Christoph 51"

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  • Der neue „Christoph 51“ fliegt ein.
    Der neue „Christoph 51“ fliegt ein. Quelle: DRF Luftrettung

Der modernste Hubschrauber, der derzeit in der zivilen Luftrettung eingesetzt wird, fliegt jetzt auch in Stuttgart: Seit gestern startet eine H145 als neuer „Christoph 51“. Ein Glascockpit mit großen Bildschirmen, ein leistungsfähiger Autopilot sowie einen neues Innenraumkonzept in der Kabine erleichtern der Besatzung ihre Arbeit und tragen zu einer noch besseren Versorgung von Patienten bei. Heute absolvierte die Station zudem ihren 1.000. Einsatz in diesem Jahr.  

Thomas Roth, Stationsleiter und Pilot an der Station, stellt den neuen „Christoph 51“ vor: „Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt hier in Stuttgart eine H145 in Betrieb nehmen können, den modernsten derzeit in der Luftrettung eingesetzten Hubschrauber. Schon ein Blick in das Cockpit zeigt den Unterschied zur bisherigen Maschine: Alle Flugdaten – beispielsweise zu den Triebwerken oder zur Fluglage – werden uns Piloten auf großformatigen Displays angezeigt.“  

Auf dem Wetterradar können sie schnell wechselnde Wetterlagen frühzeitig erkennen. Der Vierachsen-Autopilot bringt Entlastung für die Piloten, denn er kann Steuerfunktionen automatisch übernehmen. Die lebensrettenden Einsätze von „Christoph 51“ werden so noch sicherer. Ins Auge sticht zudem der ummantelte Heckrotor, der sogenannte Fenestron: Er ist leiser, besser vor Beschädigungen geschützt und bietet Rettungskräften am Boden mehr Sicherheit. 

Wichtiger Baustein in der Notfallversorgung 

Dr. Gregor Lichy, Leitender Arzt der Station Stuttgart, unterstreicht die Bedeutung von „Christoph 51“ für die Region: „Wir freuen uns auf die Arbeit mit der neuen Maschine. Sie ist für die Aufgaben der Station, vor allem die hochanspruchsvollen Transporte zwischen Kliniken, besonders geeignet. Unser Hubschrauber stellt einen unverzichtbaren Baustein in der nofallmedizinischen Versorgung hier in der Region dar.“ Der erfahrene Notarzt lobt auch das von der DRF Luftrettung mitentwickelte neue Innenraumkonzept, das unter anderem mehr Platz und drehbare Sitze für die Besatzung bietet und so die Patientenversorgung nochmals verbessert. 

Für Transporte schwerkranker Frühgeborener im sogenannten Inkubator, dem „Brutkasten“, ECMO-Transporte (mobile Herz-Lungen-Maschine) oder andere medizinisch anspruchsvolle Einsätze, die die Station regelmäßig durchführt, bietet die H145 mit mehr Raum in der Kabine, einer größeren Reichweite und mehr Leistung noch bessere Bedingungen. 

Gestern wurde der neue „Christoph 51“ bereits viermal alarmiert, heute leistete die Station zudem ihren 1.000. Einsatz in diesem Jahr.  

Die Luftrettungsstation Stuttgart  

„Christoph 51“ wird für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken und als schneller Notarztzubringer bei Notfällen alarmiert. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern erreichen die Besatzungen in maximal 15 Flugminuten. Der Intensivtransporthubschrauber ist seit 2009 am Flugplatz Pattonville stationiert und leistet über 1.100 Einsätze im Jahr