08.04.2013 | News-Bericht

RK-1 der ARA Flugrettung nach Lawinenabgang alarmiert

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Der schneereiche Winter 2012/2013 sorgte dafür, dass die Fresacher Besatzung der ARA Flugrettung bis weit ins Frühjahr hinein zu Lawineneinsätzen alarmiert wurde. So auch am 22. März. Ein Ehepaar war zu einer Skitour am Mittagskogel (westliche Karawanken) aufgebrochen, einem Berg an der slowenisch-österreichischen Grenze. Als die Tourengänger etwa 200 Meter unterhalb des Gipfels einen Steilhang querten, löste sich ein Schneebrett. Der Ehemann wurde rund 500 Meter mit den Schneemassen mitgerissen. Die Frau war einige Meter hinter ihrem Mann und befand sich glücklicherweise außerhalb der Lawine. Sofort setzte sie einen Notruf ab, woraufhin der Disponent der Kärtner Landesleitstelle den Hubschrauber der ARA Flugrettung aus Fresach alarmierte. Wenige Flugminuten später erreichte die Besatzung den Einsatzort. Ebenfalls gerade eingetroffen war ein Polizeihubschrauber, der einen Alpinretter in unmittelbarer Nähe des Verschütteten absetzte. Glücklicherweise war dieser nicht vollständig unter den Schneemassen begraben. Im Anflug entdeckte Pilot Jürgen Würtz die Ehefrau des Verletzten, die sich noch im steilen Gelände auf dem Lawinenfeld befand. Da die Gefahr weiterer Lawinenabgänge bestand, entschied die Besatzung, die Tourengängerin mit Hilfe der Rettungswinde an Bord des RK-1 zu holen. In der Zwischenzeit begann der Alpinretter den Verletzten mit der Schaufel aus den Schneemassen zu befreien. Sobald die Frau in Sicherheit war, ließ Winchoperator Wolfgang Linzer den Flugretter Florian Schwarzl und die Notärztin, Dr. Gerhild Prugger-Buxbaum, am Windenseil zu dem Verletzten hinab. Der Mann hatte sich eine Platzwunde am Kopf und zahlreiche Prellungen zugezogen, zudem war er stark unterkühlt. Die Hubschraubernotärztin verabreichte ihm Schmerzmittel und versorgte seine Kopfverletzung, während der Flugretter und der Alpinretter den Mann vollständig aus dem Schnee befreiten. Anschließend wurde der Patient in den Bergesack des Hubschraubers gebettet. „Während die medizinische Besatzung den Patienten versorgte, haben wir seine Ehefrau im Tal abgesetzt. Dort nahmen Einsatzkräfte der Polizei ihre Zeugenaussage auf“, berichtet Jürgen Würtz. Kurze Zeit später brachte der Pilot die rot-weiße BK 117 erneut über dem Einsatzort in Position. Der Winchoperator winchte zunächst die Notärztin mit dem Verletzten an Bord, anschließend den Flugretter. Nur wenige Flugminuten später übernahmen die Ärzte des Villacher Landeskrankenhauses den Patienten.