02.04.2013 | News-Bericht

Sturz aus sechs Metern Höhe: Christoph 36 zu Arbeitsunfall alarmiert

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Am 27. März befand sich die Magdeburger Besatzung der DRF Luftrettung gerade auf dem Rückweg von einem Einsatz, als sie erneut alarmiert wurde. Die Leitstelle Harz meldete um 11:58 Uhr, dass sich in einer Eisengießerei in Harzgerode (Landkreis Harz) ein schwerer Arbeitsunfall ereignet hatte. „Als der Funkruf einging, befanden wir uns auf der Höhe von Halberstadt. Ich habe sofort Kurs auf den etwa 30 km entfernten Einsatzort genommen“, berichtet Pilot Björn Hüdepohl. Nur neun Minuten später landete er den Hubschrauber der DRF Luftrettung auf dem Firmengelände. Dort war ein 48 Jahre alter Mann mit einer fahrbaren Arbeitsbühne in eine Vertiefung im Boden geraten. Die Hebebühne war daraufhin umgekippt und mitsamt dem Arbeiter aus einer Höhe von circa sechs Metern zu Boden gestürzt. Hubschraubernotarzt Dr. Tobias Hofmann und Rettungsassistent Marek Pecher fanden den Patienten noch im Korb der Plattform vor. Er hatte sich bei dem Sturz eine etwa zehn Zentimeter lange und sehr tiefe Schnittwunde am Unterkiefer zugezogen, war aber ansonsten unverletzt. Nachdem ihm der Notarzt Schmerzmittel verabreicht hatte, wurde der 48-Jährige mit Hilfe einer Schaufeltrage aus dem Korb gerettet. Die medizinische Besatzung legte dem Patienten einen Kopfverband an und brachte ihn anschließend gemeinsam mit Einsatzkräften des bodengebundenen Rettungsdienstes in den Hubschrauber. „Da die Wunde des Patienten bis auf den Knochen ging, musste sie dringend von einem Spezialisten der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie versorgt werden. Deshalb haben wir ihn schnellstmöglich ins Magdeburger Universitätsklinikum geflogen“, erklärt Rettungsassistent Marek Pecher.