02.10.2015 | Pressemitteilung

Gefährliche Annäherung in Dresden - DRF Luftrettung warnt vor Gefahr durch Drohnen

  • EC 135 der DRF Luftrettung

Am gestrigen Donnerstagabend kam es auf den Elbwiesen zu einer gefährlichen Situation mit einer Drohne. Nach der Landung des Dresdner Rettungshubschraubers der DRF Luftrettung näherte sich das Flugobjekt gefährlich dicht den noch drehenden Rotorblättern. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Vorfall ereignete sich um 18:04 Uhr: Christoph 38 landete mit einem Patienten an Bord am Ausweichlandeplatz des Klinikums Dresden auf den Elbwiesen. Der Pilot bemerkte kurz nach der Landung die Drohne, die sich im Sinkflug näherte und sich wenige Meter über dem Hubschrauber positionierte. Eine potentielle Gefahrensituation sowohl für die Insassen, als auch für umstehende Personen.

Der diensthabende Pilot zu dem Vorfall: „Der Überflug einer Drohne über drehende Rotorblätter ist äußerst gefährlich! Durch die Luftzirkulation der Rotoren kann die Drohne angesaugt werden und dies zur Zerstörung der Blätter bis hin zum Totalschaden des Hubschraubers führen. Wenn dies während des Fluges passiert, kann ein Absturz die Folge sein. Vor ein paar Wochen hatten wir an den Elbwiesen bereits einen ähnlichen Vorfall. Beim Landeanflug versperrte eine Drohne rund eine Minute lang den Sinkflug des Rettungshubschraubers. Dadurch verzögerte sich die Landung und der dringende Transport des Patienten in das Klinikum Dresden.“

Immer größer werdendes Sicherheitsrisiko

Seit geraumer Zeit beobachtet die DRF Luftrettung mit Sorge die wachsende Gefahr, die durch private Drohnen für die Luftrettung in Deutschland entsteht.

„Der Vorfall am gestrigen Abend zeigt ganz klar: Drohnen stellen eine erhebliche Gefahr im Luftverkehr dar. Insbesondere Rettungshubschrauber, die bei Notfalleinsätzen auf Straßen, Parkplätzen, Sportflächen oder Wiesen landen müssen, sind durch den leichtsinnigen Einsatz von Drohnen gefährdet. Für private Foto- und Filmaufnahmen riskieren Drohnennutzer unbewusst schwere Unfälle“, warnt Petra Hentschel, Pressesprecherin der DRF Luftrettung. „Drohnen dürfen grundsätzlich nur in Sichtweite geflogen werden und müssen sich nähernden Rettungshubschraubern sofort ausweichen. Ein Zusammenstoß von Drohne und Hubschrauber kann lebensgefährliche Folgen haben!“, appelliert Hentschel.